Zahnärzte in Deutschland: Entwicklung der Zahnarztzahlen und der Zahnarztdichte

Wie viele Zahnärzte gibt es in Deutschland? Diese Seite bereitet die amtlichen Zahlen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) auf: die Entwicklung der Zahnarztzahlen und der Zahnarztdichte seit 1995 und den Strukturwandel von der eigenen Praxis zur Anstellung. Alle Werte dürfen mit Quellenangabe zitiert werden.

Das Wichtigste in Kürze

Ende 2024 gab es in Deutschland 103.998 Zahnärztinnen und Zahnärzte, davon waren 73.511 behandelnd tätig. Rechnerisch kommen 1.137 Einwohner auf einen behandelnd tätigen Zahnarzt, ein historisch guter Versorgungsgrad. Der Blick hinter die Gesamtzahl zeigt aber einen deutlichen Strukturwandel: Die Zahl der niedergelassenen Zahnärzte ist von 56.100 im Jahr 2005 auf 43.663 im Jahr 2024 gesunken, ein Rückgang um 22,2 Prozent. Immer mehr Zahnärzte arbeiten angestellt statt in eigener Praxis.

Entwicklung seit 1995

Jahr (Jahresende) Zahnärzte insgesamt davon niedergelassen behandelnd tätig Einwohner je behandelnd tätigem Zahnarzt
199575.99849.71060.6161.350
200078.74253.88563.3621.298
200581.82456.10065.1571.265
201086.42854.68467.8201.205
201592.98852.77671.6561.147
202099.59247.70172.4621.148
2023102.58444.59972.8541.146
2024103.99843.66373.5111.137

Zahlen: KZBV, Statistisches Jahrbuch 2025, Tabelle 6.1 (Grundlage: Statistik der Bundeszahnärztekammer und Statistisches Bundesamt). Niedergelassene inklusive Privatzahnärzte. Stand jeweils Jahresende.

Der Strukturwandel: Anstellung statt eigener Praxis

Die Gesamtzahl der Zahnärzte steigt seit Jahrzehnten, die Zahl der Praxisinhaber sinkt. Besonders deutlich zeigt das die Zulassungsstatistik der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen: Die Zahl der Vertragszahnärzte fiel von 54.245 im Jahr 2010 auf 42.548 zur Jahresmitte 2025. Im selben Zeitraum hat sich die Zahl der in Praxen und Versorgungszentren angestellten Zahnärzte von 5.041 auf 20.501 vervierfacht. Jüngere Zahnärztinnen und Zahnärzte beginnen ihre Laufbahn heute überwiegend angestellt, Praxisabgaben ohne Nachfolger nehmen zu.

Was bedeutet das für Ihr Dental-Marketing?

Für Dentalhandel, Dentaltechnik und Fortbildungsanbieter heißt der Wandel: weniger, dafür größere Entscheidungseinheiten. Kaufentscheidungen verlagern sich zu Praxisinhabern mit mehreren angestellten Zahnärzten. Eine aktuelle, nach Region selektierbare Datenbasis wird damit wichtiger, nicht unwichtiger. Unsere Zahnärzteadressen werden fortlaufend gepflegt und als sofort nutzbare Excel-Datei geliefert. Worauf beim Adresskauf zu achten ist, erklärt unser Ratgeber.

Methodik, Quelle und Zitierhinweis

Quelle: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, Statistisches Jahrbuch 2025, Tabelle 6.1 und Tabelle 6.6 (PDF), abgerufen am 12.08.2026. Der Rückgang der Niedergelassenen um 22,2 Prozent von 2005 bis 2024 ist eigene Berechnung. Sie dürfen die Zahlen dieser Seite mit Quellenangabe frei zitieren, zum Beispiel als "Medadressen.com, Zahnarztzahlen in Deutschland, Datenstand Jahresende 2024".

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